Am Pfingstwochenende am Samstag/Sonntag, dem 30./31.Mai 2009 fand im französischen Burgund das dritte Treffen der Wassmer-Flieger statt. Über 30 Flugzeuge mit über 70 Teilnehmern fanden bei zeitweise böigem Crosswind den Weg nach Pouilly-Maconge (LFEP). Die Flieger kamen aus ganz Frankreich, Deutschland und der Schweiz.
Bei marginalem Wetter startete ich schon am Donnerstag in Finow, um noch einen kurzen Familienbesuch in Remscheid über Wipperfürth-Neye (EDKN) zu machen. Je weiter ich nach Westen kam, desto besser wurde das Wetter.
Am Freitag gegen Mittag ging es dann mit kräftigem Rückenwind über Hahn, Saarbrücken, Epinal und Romplapont nach Pouilly. Kurz nach meiner Ankunft gegen 15.30 Uhr (local) erschien der Organisator Bruno Grandamy, der mich dann zum Hotel brachte.
Nachdem samstags morgens nur vereinzelt Flieger eintreffen, dachten wir, dass der stramme Nordostwind den einen oder anderen abhalten könnte nach Pouilly zu kommen. Doch gegen Mittag füllte sich das Vorfeld des sonst so beschaulichen Grasplatzes und Wassmer-Flieger aller Modellreihen trafen ein. Es gab die Gelegenheit, sich über Ersatzteilquellen auszutauschen, während sich andere Gruppen mit dem Rahmenprogramm beschäftigten.
Ein Höhepunkt waren sicher die Abendessen, bei denen es guten Wein und französischen Käse gab; allein schon ein Grund, nach Frankreich zu kommen...
Ich hatte mit knapp 600 Meilen wohl mit die längste Anreise und da am Sonntag noch immer strammer Wind aus Nordost wehte, hatte ich die ganze Zeit den Wind auf der Nase. Und so kämpfte ich mich mit 70 Knoten groundspeed in Richtung Heimat. Nach kurzem Tankstopp in Zweibrücken (EDRZ) mit "simulated ILS-Approach" gings dann weiter über Kaiserslautern, nördlich von Würzburg in Richtung Thüringer Wald. Hier verschlechterte sich das Wetter zusehends. Bis Erfurt bin ich dicht über den Gipfeln des Thüringer Waldes geschlichen. Die ATIS von Leipzig erzählte andauernd etwas von "Thunderstorm" und "Hail" und am Horizont stand ein schwarze Wand vor mir. Der nette Kollege von "München Information" meinte, dass ich da nicht durchkäme und so hieß es gegen 19.00 Uhr (local) etwa 100 Meilen vor dem Ziel: runter.
Die ersten Plätze in der Nähe, die ich anfunkte, zeigten keine Reaktion. In Laucha (EDBL) meldete sich doch noch eine Stimme, so dass ich mich für das "alte" Segelflugzentrum entschied. Kaum war ich unten, kam der erste Platzregen.
In Laucha fand z. Zt. ein Segelfliegerlager statt. Ich wurde nett aufgenommen, erhielt ein Zimmer zugewiesen und konnte am nächsten Morgen den Schlussspurt nach Hause antreten. Auf zweitausend Fuß war ich schon "on top", wie man sieht.
Ich habe viele neue Anregungen erhalten und viele Bekanntschaften gemacht. Von hier aus noch mal ein herzliches "merci" an Bruno Grandamy und Claude Vallerie für die Organisation des Treffens.
Im nächsten Jahr findet das Treffen in Blois (LFOQ), südwestlich von Paris statt.
bon atterissage
PS: Viele Fotos vom Wassmer-Treffen finden sich auf meiner Seite im Menü unter "Wassmer-Fly-In 2009" und auf der Webseite unserer französischen Freunde.






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